Iosua - Ein Leben im Schatten von Annemarie Bruhns

Neuigkeiten aus meinem Autorinnenalltag

Lesung in Leipzig

Live Lesung in Leipzig

Am 4. November bin ich bei Janina Theiß in ihrem Kreativladen und lese im Rahmen der Reihe "Janina präsentiert" aus IOSUA - Ein Leben im Schatten

18:00 Uhr (Einlass ab 17:30 Uhr)
Leipziger Str. 64 
04718 Leipzig

... Theiß to meet you ... 

Ich bin bei der Online Buchmesse dabei

Online Buchmesse

Vom 3. bis 7. November findet im virtuellen Raum die Online Buchmesse statt. Über 130 AutorInnen verschiedener Genre, Verlage, BloggerInnen und weitere VertreterInnen der Buchbranche bieten den LeserInnen ein breites Spektrum an Aktionen. In den Sozialen Medien könnt ihr dem Hashtag #obm2021 folgen oder ihr besucht die Hallen auf der Webseite. 

Musikalische Lesung zu IOSUA - Ein Leben im Schatten

Musikalische Lesung

Beindruckend und beklemmend - Annemarie Bruhns las aus „IOSUA– ein Leben im Schatten“

„Mein Thema ist die Vorverurteilung“ sagt die meist heiter und beschwingt wirkende Autorin über ihren Roman. „Zum einen erlebt der „Held“ des Buches Vorurteile seiner rumänischen Herkunft wegen. Zum anderen ist seine Familie tief in kriminelle Machenschaften verstrickt, die auch den Jungen Iosua auf die schiefe Bahn lenken." 

IOSUA - Ein Leben im Schatten - copyright Marco Riedel

***** 5 Sterne

Ein wirklich bemerkenswertes, gelungenes und sozialkritisches Roman-Debüt.  Schnörkel- und oft schonungslos erzählt.
(Seehases Lesewelt)

Rezension von Seehases Lesewelt 

***** 5 Sterne 

Mit „Iosua“ ist Annemarie Bruhns ein beeindruckendes und fabelhaftes Erstlingswerk gelungen. Sie hat mich mit ihrer tragischen, sozialkritischen Geschichte emotional berührt und sehr bewegt.
(Gilas Bücherwelt)

Rezension von Gilas Bücherwelt
 

***** 5 Sterne  

spannend und gefühlvoll mit Einblick in die brutale Welt organisierter Bandenkriminalität

(Irisblatt)

Rezension auf Lovelybooks 

Wenn Kindern die Zukunft fehlt - die traurigen Fakten hinter dem Roman IOSUA - Ein Leben im Schatten

Kampf um Aufmerksamkeit, Geborgenheit und Liebe

Über 55.000 Kindeswohlgefährdungen werden jährlich in Deutschland verzeichnet. Aber diese Hellziffer ist nur die traurige Spitze des Eisberges. Es ist kaum abzuschätzen, wie viele Schutzbefohlene im kalten Wasser schwimmen und versuchen, nicht zu ertrinken. Es ist ein Kampf um Aufmerksamkeit, um Fürsorge, um Liebe.

Mehr als die Hälfte der bekannten Fälle sind Vernachlässigungen, dazu kommen erschreckende Berichte über physische und psychische Gewalt. Sorgeberechtigte handeln grob fahrlässig, nutzen ihre Position aus oder ignorieren ihre Pflichten. In allen Fällen leiden minderjährige Schützlinge, und das nicht nur für den qualvollen Moment, in dem abschätzige Worte oder Prügel sie treffen. Die Spuren brennen sich nachhaltig in ihre Seele. Die Narben erinnern sie ein Leben lang an das erlittene Leid, einige sichtbar und viele verborgen.

Zumeist kommen Anzeigen aus dem Umfeld, von Personal aus Schulen, Kindergärten oder der Polizei. Aber was passiert, wenn es kein soziales Umfeld gibt, das sich kümmert? Wenn es von Gewaltverherrlichung und Ignoranz geprägt ist? Wer hilft Kindern und Jugendlichen, wenn sie aufgrund ihrer Abstammung von den Menschen im direkten Umfeld verachtet und vorverurteilt werden?

Irgendwie Überleben

Laut statistischen Auswertungen ist das Leben von Schutzbefohlenen in Großstädten besonders gefährdet. Über ein Viertel der deutschlandweiten Meldungen werden der Hauptstadt Berlin zugeordnet. Eine traurige Kennzahl von jährlich über 15.000 Fällen. Liegt es an der Anonymität in den Ballungsgebieten oder sind wir abgestumpfter, je mehr Menschen mit uns auf engstem städtischen Raum leben? Setzen wir Scheuklappen auf, wenn viele soziale Schichten und Menschen aus verschiedenen Ländern in einer Stadt aufeinandertreffen? Denken wir: Andere Kulturen, andere Sitten, und verschließen bewusst die Augen?

Mein Romancharakter Iosua wurde in Berlin, in Deutschland, geboren, aber seine Eltern waren rumänische Einwanderer in erster Generation. Und als wäre dieser Migrationshintergrund nicht 
ausgrenzend genug, wusste jeder hinter vorgehaltener Hand, welchen Stand sein Vater im organisierten Verbrechen hatte. Hatte Iosua deswegen keine Chance? Wurden seine Fehlzeiten in der Schule deswegen akzeptiert wie eine logische Gesetzmäßigkeit? Wurden seine offensichtlichen körperlichen Verletzungen deswegen von Betreuern und Pädagogen übersehen und ignoriert? Keiner seiner Krankenhausaufenthalte führte zu einer Untersuchung wegen Verdacht auf Kindeswohlgefährdung.

Iosuas einziger Wunsch war unsichtbar zu sein. Irgendwie zu überleben. Lautlos ertrug er sein Dasein und funktionierte, wie es von ihm erwartet wurde.

Wie viele wahre Schicksale wie Iosua leben unter uns? Kinder können nichts für die Fehler ihrer Eltern. Sie können sich nicht aussuchen, in welche Familie sie hineingeboren werden. Aber wir können eine Gesellschaft formen, die nicht wegsieht. Wir müssen aufmerksam sein, Verdachtsmomente melden und eine helfende Hand reichen. 

Ich möchte auch dich zum Nachdenken anregen.

"Annemarie Bruhns ist ein spannender, teils schockierender, sehr gefühlvoller Debütroman gelungen. Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen. Joshua und Isabelle sind starke Charaktere, die mir mit ihrer Verletzlichkeit und ihrem Mut ans Herz gewachsen sind. Darüber hinaus bin ich der festen Überzeugung, dass Joshuas Erfahrungen beispielhaft sind für reale Gewalt und Demütigung, denen Kinder und Jugendliche in einem kriminellen Umfeld ausgesetzt sind. Die Autorin gibt diesen Heranwachsenden eine Stimme. Ihre und Joshuas desolate Lebenswirklichkeit lässt mich wütend, traurig und sehr nachdenklich zurück."

by irisblatt (Veröffentlicht auf Lovelybooks)